Thälmann bleibt!
Wie gehen wir mit unseren Denkmälern um?
Ein trauriges Bild ergibt sich, wenn man am Ernst-Thälmann-Denkmal vorbeigeht, dem Mahnmal des kommunistischen Führers Deutschlands. Ernst Thälmann mit erhobener Faust ist längst Teil des Berliner Stadtbildes geworden, nicht nur, weil es unter Denkmalschutz steht. Als ich im Radio hörte, dass das Denkmal wegen Schwierigkeiten bei der Sockelsanierung eventuell entfernt werden könnte, ließ meine Nackenhaare Aufrechtstehen. Wie leichtfertig geht man doch mit deutscher Geschichte um, besonders wenn es um Bauwerke aus der DDR geht. Dabei war das Ensemble aus den Achtzigerjahren international einmal gelobt worden. Jetzt steht es eingezäunt da, wartend auf eine Grundsanierung. Rote Nelken hängen am Bauzaun und klagen um den Eingesperrten. Welche Ironie, sollte er eines Tages erneut verschwinden. Damals waren es die Nationalsozialisten, heute scheuen Demokraten nicht davor zurück, Unerwünschtes zu beseitigen. Noch immer blickt er nicht zu mir herüber, sondern fokussiert nach vorn, ein Zeichen des fortwährenden Ringens ums Überleben. Um das Überleben der Erinnerung und darum, die Vergangenheit niemals zu vergessen. Die kleinen blauen Vergissmeinnicht am Rande des Parks versuchen genau das zu sagen und hoffen dennoch auf jeden Sonnenstrahl.
Der monumentale Stierbrunnen auf dem Arnswalder Platz
Der Arnswalder Platz bildet den repräsentativen Eingang zum Bötzowviertel im Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg. Der Fruchtbarkeitsbrunnen - wegen der hoch aufgerichteten Stiere an zwei Seiten allgemein "Stierbrunnen" genannt - bildet das Zentrum des Platzes. Geschaffen wurde er 1927 vom Bildhauer Hugo Lederer.
Der gigantische Brunnen mit seiner Schale und den Figuren aus rotem Porphyr steht auf einem erhöhtem Plateau und ist dadurch von allen Seiten aus erlebbar. Auf einem damals wie heute über neun Stufen erreichbaren Treppenpodest bildet eine Brunnenschale mit einem Durchmesser von 7,7 m und einem mittig platzierten, pilzförmigen Stein, über den das Wasser laufen konnte, das Zentrum der Anlage. Auf beiden Seiten schließt sich je ein fünf Meter hoher Stier an, der der Wasserschale den Rücken zukehrt. Zu Füßen der gewaltigen Tiere sitzen eine Schnitterin mit Ährenbündel und ein Fischer mit Netz, sowie ein Schäfer mit Widder und eine Mutter mit Kind. Sein Aussehen erhielt der Platz nach einem Entwurf des ehemaligen Stadtbaudirektors Richard Ermisch im Jahre 1934.
Die Anlage mit den prägenden alten Bäumen und dem monumentalen Brunnen steht seit 1977 unter Denkmalschutz. Im Laufe der Jahre hat der Brunnen einige Renovierungen erfahren, um seine Schönheit und Funktionalität zu bewahren.
Er ist ein Symbol für die kulturelle Identität des Prenzlauer Bergs und erinnert uns daran, wie wichtig es ist, öffentliche Räume zu schaffen, die das Miteinander fördern. Der Fruchtbarkeitsbrunnen ist also mehr als nur ein Brunnen – er ist ein Teil der Geschichte und des Lebens in Berlin, der die Menschen zusammenbringt und ihnen einen Ort der Erholung bietet.
Wie geht es weiter mit Schinkels Bauakademie?
Der Wiederaufbau der historischen Bauakademie in Berlin, entworfen von Karl Friedrich Schinkel, lässt weiterhin auf sich warten. Obwohl das Projekt seit Jahren geplant ist, steht es nun an einem entscheidenden Wendepunkt: Ein Architekturwettbewerb, der für dieses Jahr angesetzt ist, wird klären, wie das historische Gebäude in Zukunft gestaltet werden soll.
"Dicke Marie" in Nationalerbeliste aufgenommen
Als erste ihrer Art in Berlin und als erster Forstbaum bundesweit hat die Deutsche Dendrologische Gesellschaft Berlins ältesten Baum, eine Stieleiche mit einem Umfang von 6,65 m in die Nationalerbe-Liste aufgenommen. Die im Tegler Forst gelegene 900 Jahre alte „Dicke Marie“ hat ihren Namen vor fast 250 Jahren von den bekannten Naturwissenschaftlern und Brüdern Alexander und Wilhelm von Humboldt, die im nahegelegenen Schloss lebten erhalten, in Anlehnung an ihre gut beleibte Köchin Marie und damit verleiht der Humboldtbezug dem Naturerbe gleichzeitig eine kulturhistorische Bedeutung. Bereits 1107 keimte dieser Baum auf dem märkischen Sand und ist damit älter als viele Orte um sie herum. Auch Berlin gründete sich erst 1237, da war der Baum schon 130 Jahre alt. Ihre einzigartige Lage verlieh ihr das ungestörte Wachstum Jahrhunderte hinweg, unbeeindruckt von dem Geschehen um sie herum.
Garnisionskirche Potsdam
Berliner Stadtschloss
Das Stadtschloss Berlin 2020
Das Schloss mit seinem markanten Kuppelbau ist mittlerweile zu einem vertrauten Bild Berlins geworden und vervollständigt so die historische Mitte
der Stadt.
Das gewaltige Eingangsportal mit einer Höhe von 31 Metern auf dem die Kuppel thront, erinnert an einen Triumphbogen aus der römischen Zeit. Doch seine imposante Erscheinung stellt seine Vorbilder
aus der römischen Epoche in den Schatten.
Bauliche Verzögerungen sorgten dafür,das das Bauwerk mit Humboldt-Forum und den Kulturen der Welt nur Etappenweise bis 2021 eröffnet werden kann.
Auch die Außenanlagen sind noch lange nicht fertig und die Einheitswippe zum Gedenken an die friedliche Revolution im Jahr 1989 hatte sich verzögert. Nun, aber beginnt man mit den Vorbereitungen
des Baus genau an der Stelle, wo einst das Reiterstandbild des ersten deutschen Kaisers Wilhelm I. stand.
Der Wiederaufbau des Stadtschlosses macht das Bauwerk wieder zu einem markanten Wahrzeichen des geliebten Spree-Athen.
Wiederaufbau der Garnisonkirche in Potsdam
Die Garnisonkirche. So schön und so umstritten. Das Bauwerk ist wieder Teil der Silhouette von Potsdam. Auch wenn die Kuppel noch fehlt und ihr einmaliges Glockenspiel noch nicht zu hören ist. Die Kirche, die so viele Kontroversen ausgelöst hat, ist bereit sich mit ihrer Geschichte zu versöhnen. Ihre Eröffnung feierte man bereits am 23. August 2024 und jeder Besucher ist herzlich eingeladen die Geschichte dieses Bauwerkes kennenzulernen. Der Fernsehfunk Berlin war in der Landeshauptstadt von Brandenburg und filmte den beeindruckenden Turm der Garnisonkirche. Ihre Wucht und Kraft gibt Potsdam ein Stück Architektur zurück und komplettiert somit das alte Stadtbild von Potsdam.
Heiliger St. Georg
Der Heilige St. Georg ist eine der beliebtesten Fotomotive in ganz Berlin. Die Figurengruppe mit dem Heiligen St. Georg, der den Drachen tötet und somit nicht nur die Prinzessin befreit, sondern auch eine ganze Stadt.
